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Dienstag, 2. November 2010

Fibro-Myalgie und Coxsackie-Viren

Fibro-Myalgie und Coxsackie-Viren



In diesem Artikel wir der Frage nachgegangen, inwieweit Coxsackie-Viren an dem Entstehen der Fibro-Myalgie beteiligt sind.

Fibromyalgie


Fibromyalgie und Coxsackie-Viren




Aus gegebenem Anlass möchte heute eine Interpretation geben, welche Rolle speziell der Coxsackie-Virus bei der Fibromyalgie spielt. Diese Betrachtung kann aber nicht abschließend sein, denn die Fibromyalgie ist eine Krankheit, deren Hintergründe noch manche weiße Flecken aufweist. Gesichert ist, dass es sich um ein sogenanntes multifaktorielles Geschehen handelt (wie eigentlich bei allen chron. Erkrankungen!). Hier eine kurze Darstellung der bis heute gesicherten Erkenntnisse.

Die wesentliche Diagnostik erfolgt dadurch, dass mindestens 11 von 18 sogenannten Tenderpoints stark druckschmerzhaft sind. Weiterhin ist auffällig, dass Symptome eines CFS (chron. Fatigue Syndrom (chron. Müdigkeitssyndrom)), einer Borreliose und einer Bornavirus-Infektion miteinander vorkommen. In ca. 50% der Fälle findet man bei der einen Krankheit eben auch die Symptome der anderen1. Ebenso besteht ein Zusammenhang mit HWS- und Schädel-Hirn-Traumata, Psychostress und Autoimmun-Erkrankungen2. Ebenfalls soll der nitrosative Stress eine Rolle spielen.

Ich zitiere:

„Definition

Unter chronischem, nitrosativem Stress versteht man die vermehrte Bildung von iNO (induzierbarem Nitritoxid) und seinem weit aggressiveren Metaboliten Peroxinitrit. Der dabei entstehende, biochemische Circulus vitiosus, Prof. Pall nannte ihn den NO/ONOO-Zyklus, der komplexe, zellschädigende Reaktionen zur Folge hat, kann durch verschiedene, nur kurz einwirkende, Stressoren ausgelöst werden. Selbst dann, wenn diese Auslöser längst abgebaut sind, bleibt dieser „biochemische Teufelskreis“ bestehen und erklärt damit die Tatsache chronisch verlaufender Erkrankungen , wie z.B. das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS), die Fibromyalgie (FM) und viele andere mehr.
Unabhängig davon gibt es physiologische Formen des NO mit sehr wichtigen Funktionen :
Neuronales NO (nNO) – wichtiger Neurotransmitter
Endotheliales NO (eNO) – Transmitter für Gefässerweiterung
Induzierbares NO (iNO) – Immunregulator
Mitochondriales NO (mNO) – Stoffwechselregulator für Synthese, Proliferation und Apoptose

Auslöser für Nitrosativen Stress

Gesichert sind :
virale, bakterielle und parasitäre Infektionen
physische Traumata, besonders im Bereich des Halses und Kopfes
schwere psychische Traumatisierungen
toxische Belastung mit diversen Umweltgiften und Chemikalien (Insektizide, Pestizide, Lösemittel etc.)
Verstärkende Faktoren:
starke geistige und körperliche Belastung
bakterielle und Virale Infekte
Psychostress
nitratreiche Ernährung (geräucherte Nahrungsmitel, mit Kunstdünger belastete Nahrungsmitel)
Medikamente (Antibiotika, Statine, Nitrate, Potenzmittel ,Arginin, Herzmittel wie Enalapril etc.)
Instabilität der HWS
kohlenhydratreiche Ernährung3“

Ich zitiere nochmals

„Der Spiegel der Substanz P im Rückenmark ist erhöht, dadurch wird die
Schmerzweiterleitung an das Zentrale Nervensystem (ZNS) erhöht. Es finden sich Störungen der Verhältnisse der Botenstoffe Melatonin und Serotonin. Es zeigt sich eine Erniedrigung der
Schilddrüsenhormone. Die nächtlichen Cortisolspiegel sind erhöht und der Wachstumshormonspiegel erniedrigt. Durch eine Erhöhung des Cortico-Releasing-Hormoms (CRH aus dem Hypothalamus) zeigt sich vermehrtes Auftreten von Angst und Depression. Im EMG zeigt sich eine paradoxe Reaktion der Muskeln in Anspannung. In der Muskelbiopsie findet man unspezifische Faserveränderungen.
Ein sekundäres Fibromalgiesyndrom kann sowohl durch Borrelien, durch Epstein-Barr-Viren
und auch durch Coxsackie-Viren ausgelöst werden. Diese interessanten Kausalitäten bei der
Fibromyalgie sollten endgültig dazu führen, von der Vorstellung abzurücken, dass es sich bei der Erkrankung um eine rein psychogene Reaktion handelt. Die Vielzahl der Symptome, die auch den Symptomen einer chronifizierten Borreliose ähneln, ist jedoch auffällig.4“

Der Coxsackie-Virus bewirkt u . a. eine Art Mimikry der Glutamatdekarboxylase. Dieser Mimikry kann wiederum zu Diabetes, Typ 15, führen, andererseits eben zu Fibromyalgie. Es gibt kaum Labormarker für die Fibromyalgie. Insbesondere die sogenannten Rheumafaktoren und die Entzündungsparameter sind nicht erhöht! Ein deutlicher Hinweis auf Fibromyalgie besteht aber in einem zu niedrigen Serotonin-Spiegel, der aber wiederum auch bei dem CFS erniedrigt ist.6

Am Rande sei erwähnt, dass ebenfalls der Epstein-Barr-Virus eine Rolle bei der Fibromyalgie spielt, des weiteren Amalgam. Das ist aber nicht Gegenstand dieses Artikels, hier geht es lediglich um die Rolle des Coxsackie-Virus im Rahmen der Fibromyalgie.

Die „Schulmedizin“ tut sich recht schwer mit der Fibromyalgie. Dies ist bei einem derart multifaktoriellen Geschehen auch nicht verwunderlich, weil die Schulmedizin nach wie vor (zwar mit abnehmender Tendenz) einer monokausalen Denkweise anhängt. So reicht die Spannbreite in der Schulmedizin von „Fibromyalgie gibt es gar nicht“ über die Unkenntnis, dass der Coxsackie-Virus dabei eine entscheidende Rolle spielen kann eben bis hin zu komplexen Betrachtungen über die Biochemie von toxischen Substanzen und von Viren und deren Auswirkungen auf Neurotransmitter und ähnlichen Substanzen. Gerade hier dürfte des Rätsels Lösung zu finden sein, wobei dann vermutlich auch gleichzeitig das Entstehen anderer Krankheiten wie eben z. B. dem CFS geklärt werden dürfte. Es scheint sich hier, wie es die ganzheitliche Medizin eh behauptet, um verschiedene Facetten ein und derselben Medaille zu handeln. Auch dieser Artikel ist letztlich unzureichend, weil er nur einen Teilaspekt der Fibromyalgie beleuchtet, nämlich der Rolle, die der Coxsackie-Virus dabei spielt.

Interessant ist allerdings, dass bei Fibromyalgie-Patienten mit einem der bioelektronischen Messverfahren der Coxsackie-Virus nachweisbar ist7. Hier bestätigen sich also 2 Ansichten gegenseitig: Durch den Nachweis des Coxsackie-Virus z. B. durch das bei mir angewandte Prognos®-Verfahren wird die Richtigkeit, dass der Virus eine Rolle spielt, bestätigt, andererseits wird dadurch die Zuverlässigkeit des Prognos®-Verfahrens unter Beweis gestellt8.

Insofern soll dieser Artikel Anstoss zu weiteren Betrachtungen sein.

Quellenangaben

1 http://www.shg-bergstrasse.de/html/fibromyalgie.html

2 ibid.

3 zitiert nach http://www.dr-kersten.com/stress/nitrosativer-stress/biochemischer-teufelskreis-als-ursache-chronischer-zivilsationserkrankungen

4 http://www.shg-bergstrasse.de/html/fibromyalgie.html

5 http://de.wikipedia.org/wiki/Coxsackie-Virus

6 http://www.shg-bergstrasse.de/html/fibromyalgie.html

7 http://pagewizz.com/Fibro-Myalgie-und-Entsaeuerung/

8 http://pagewizz.com/prognos-diagnose-und-therapie/

© Herbert Vater, Tönning, November 2010






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