
Inhaltsangabe
Vorwort S. 3
Ersatzstoffe S. 4
Lebensgefahr durch Käse S. 5
EU-Parlament stimmt gegen Ampelkennzeichnung S. 8
Was tun? S. 10
Liebe PatientInnen, KollegInnen und FreundInnen,
nach einem sehr kühlen Frühjahr und einem extrem langen schneereichen Winter hatten wir gestern Sommeranfang. Und siehe da: Wir haben Sonnenschein und es ist erträglich warm. Bekommen wir also doch noch den erhofften Sommer nach der langen Winterkälte? Leider hat sich die lange Kälte auch auf die Politik ausgewirkt, was allerdings nach dem Chinesischen Gesetz der fünf Wandlungsphasen Wuxing nur natürlich ist. Der Mensch braucht die Natur, wird von ihr beeinflusst, aber die Natur braucht den Menschen nicht! Und wenn wir dann einen langen Winter haben (Wandlungsphase Wasser), wirkt sich das eben auch auf die Menschen aus.
Kurz gesagt, die derzeitige Politik ist von sozialer Kälte gekennzeichnet. Beispiele dafür sind die Streichung des Blindengeldes in Schleswig-Holstein, oder die Streichung der Heizkostenbeihilfe für Wohngeldempfänger.
Allerdings scheint die Kälte auch zur Starrheit des Denkens geführt zu haben. Es geht um die Kennzeichnung der Lebensmittel in Hinblick auf ihren Wert. Alle Verbraucherverbände in Europa haben sich für die sogenannte Ampellösung ausgesprochen. Es wäre jedes Lebensmittel mit einer Ampel gekennzeichnet worden, wo man auf einen Blick hätte erkennen können, ob es sich um ein fettreiches/fettarmes kalorienreiches/kalorienarmes eiweißreiches/eiweißarmes Lebensmittel handelt. Aber sowohl unsere Landwirtschaftsministerin als auch das Europaparlament haben sich nach harten Debatten gegen diese Lösung ausgesprochen. Sie dürfen also weiter Kleingedrucktes im Geschäft lesen. bevor Sie es in Ihren Warenkorb packen.
Merkwürdig ist aber dabei, dass zunehmend denaturierte Lebensmittel, die diesen Namen eigentlich gar nicht verdienen, sondern bestenfalls als Magenfüllstoffe angesehen werden können, in den Handel kommen. Ein Schelm ist, wer sich dabei etwas denkt im Zusammenhang mit der durchgefallenen Ampellösung.
Um Ihnen zu zeigen, worauf Sie achten müssen und was Sie für sich tun können, wird sich dieser Infobrief fast ausschließlich mit dem Thema Ernährung beschäftigen.
Ersatzstoffe
Klicken Sie mal folgenden link: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635367,00.html
Dr Artikel stammt aus dem Juli 2009, hat aber nach fast einem Jahr nichts an Aktualität eingebüsst. Wenn Sie in Ihrem Geschäft Riesengarnelen kaufen, achten Sie drauf, dass es auch welche sind. Es könnte nämlich auch gepresstes Fischeiweiß aus Fischabfällen sein (muss aber -sehr kleingedruckt- deklariert sein). Nicht anders sieht es bei Schokoladenplätzchen aus. Es ist noch lange nicht gesagt, dass diese überhaupt Schokolade enthalten. Oder Sie kaufen Käse. Passen Sie auf, dass es kein Formkäse ist, denn Formkäse ist kein Käse, sondern Käse.... Dieser Käse wird aus tierischen und/oderpflanzlichen Fetten zusammengerührt! Fast jede TK-Pizza ist heute mit Formkäse belegt! Und das leckere Speiseeis, fettreduziert, von Firma „mmmm“, wo jetzt auf der Packung drauf steht „nur noch 9% Fett“, also was gesundheitlich vorteilhaftes suggeriert wird? Sahne wird ersetzt durch billigste Öle.
Stellen Sie sich mal vor: Ihre schöne Pizza, nicht aus Hefeteig, sondern mit chemischen Triebmittel, die Käseauflage aus Formkäse, die Tomaten aus gentechnisch von Monsanto manipulierten Tomaten in Hydrokultur grossgezogen bei 24 Stunden Kunstlicht (fahren Sie mal des nächtens nach Hoek van Holland von Emmerich kommend: Der Himmel ist fast taghell durch die künstliche Beleuchtung der kilometerlangen Treibhäuser, in denen die Nutzpflanzen wie Salat, Gurken und Tomaten in Nährlösung (Hydrokultur) gezogen werden), der Schinken aus Formschinken, auch zusammengepresstes minderwertiges Fleisch und als Nachtisch ein Eis, fettarm, also gesund! Gesund? s. o. Da kann mann dann doch nur noch „Guten Appetit“ sagen. Und keine Bange: Unsere so guten Sterne-Fernsehköche benutzen das auch!
Interessenten-Info: Lebensgefahr durch Käse? Das darf nicht sein! foodwatch stellt Strafanzeige gegen Lidl und Co. – unterstützen Sie uns!
Liebe foodwatch-Interessierte,
21.06.2010
noch nie seien Lebensmittel so sicher gewesen wie heute. Lebensmittelkonzerne werden nicht müde das zu behaupten. Doch leider ist das nur die halbe Wahrheit: Es gibt andere, durchaus sehr ernste Gefahren. Aber Todesfälle? So etwas ist doch nicht mehr möglich, mögen Sie denken. Doch leider täuschen Sie sich. Anfang dieses Jahres starben in Österreich und Deutschland acht (!) Menschen an mit Listerienbakterien verseuchtem Harzer Käse.
Natürlich war das keine Absicht! Aber ist alles getan worden um die Menschen zu schützen? Wir sagen: Nein!
Erst vier Wochen nachdem feststand, dass durch den Verzehr von Harzer Käse des österreichischen Herstellers Prolactal Menschen gestorben waren, warnte Lidl in Deutschland unmissverständlich öffentlich vor dessen Verzehr. Lidl vertrieb den Käse unter dem Markennamen "Reinhardshof" exklusiv in Deutschland. Vier Wochen vorher hatte Lidl lediglich empfohlen, den Käse "aus Gründen des vorsorgenden Gesundheitsschutzes" nicht zu essen. Eine eindringliche Warnung sieht anders aus. Auch behördenintern hatte es eine Warnung gegeben. Öffentlich war diese aber nur im Internet zu finden - und zwar ohne Nennung des Produktes oder des Herstellers und daher nutzlos für den Verbraucher.
Es ist unglaublich: Fachleute wissen, dass sich Listerien im Sauermilchkäse explosionsartig vermehren! Relativ wenige, vor allem immungeschwächte, Menschen erkranken, aber dafür ist die Sterblichkeitsrate hoch: Jede zehnte Listerieninfektion verläuft tödlich! Es zählt also jeder Tag!
Der Fall hat uns keine Ruhe gelassen, und nach einer intensiven und aufwändigen Recherche fand foodwatch heraus: In Hessen starb eine Person, die den listerienbelasteten Käse nachweislich noch nach dem ersten, völlig unzureichenden, Hinweis von Lidl verzehrt hatte. Hätte dieser Todesfall mit einer frühzeitigen und unmissverständlichen Verzehrswarnung verhindert werden können?
Sie werden es kaum glauben, aber der betreffende Paragraf 40 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzes (LFGB) regelt, dass Behörden vor ernsten Sicherheitsgefahren lediglich warnen "sollen", aber demzufolge nicht müssen. Diese haben also einen Ermessensspielraum. Zudem - so sagt es das Gesetz - reicht es aus, wenn die beteiligten Unternehmen informieren. Und das kam dann dabei heraus: Lidl hat zwar informiert, aber eben nicht wirksam, sondern völlig unzureichend. Und die Behörden haben nichts weiter unternommen!
Hätten Sie gedacht, dass der gesundheitliche Schutz der Verbraucher selbst bei akuten Gefahren so wenig zählt? Leider ist das die Realität.
Warum hat Lidl nicht gleich in aller Deutlichkeit gewarnt? Weshalb haben die Behörden nicht selbst unmissverständliche Verzehrswarnungen ausgesprochen? Diese Fragen wollen wir durch die Staatsanwaltschaft klären lassen und haben deshalb Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung gegen Lidl und die zuständigen Behörden gestellt. Aber selbst wenn es zu einer Anklage kommt, steht fest: Die Gesetze müssen sich ändern! In Österreich übrigens ist dies inzwischen geschehen. Österreich hat die Gesetze verschärft: Dort "müssen" die Behörden künftig von sich aus über Gesundheitsgefahren informieren. Und in Deutschland? Die Regierung lehnt sich selbstzufrieden zurück. Die Gesetze seien ausreichend, heißt es aus Berlin.
foodwatch will das ändern! Wir fordern: Die Behörden müssen bei Gefahr verpflichtet sein, sofort zu informieren. Sie müssen umgehend Namen der Hersteller und der Produkte umfassend bekannt machen. Und sie dürfen sich nicht länger darauf berufen, die Informationsarbeit einem betroffenen und deshalb befangenen Unternehmen zu überlassen. foodwatch kämpft für eine entsprechende Gesetzesänderung. Helfen Sie uns dabei!
Es ist sehr gut möglich, dass es noch weitere, bisher unbekannte Todesfälle gegeben hat. Wir wollen diesen Fall weiter recherchieren, auch um zu zeigen: Es wird Zeit, die Informationspflichten für Behörden zu verschärfen. Doch die Recherchen, um diesen Fall aufzuklären, kosten eine Menge. Ebenso werden Anwaltsgebühren für gerichtliches Vorgehen fällig. Auch diese müssen finanziert werden! Wir wollen sichere Lebensmittel! Wir wollen darauf vertrauen, dass wir beim Einkauf im Supermarkt nicht in Lebensgefahr geraten!
Helfen Sie uns dabei und werden Sie bitte jetzt Förderer/Förderin von foodwatch!
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Vielen Dank und herzliche Grüße,
Ihr Thilo Bode Geschäftsführer
P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützer wir haben, desto leichter können wir auch die Politiker unter Druck setzen. Deshalb: Werden Sie bitte Förderer/Förderin und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für Ihr Recht auf Information!
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Newsletter: EU-Parlament stimmt gegen die Ampelkennzeichnung - Abgeordnete beugen sich massivem Lobbydruck der Industrie
Hallo und guten Tag,
16.06.2010
es ist eine herbe Enttäuschung: Das Europäische Parlament hat heute gegen die Einführung einer verpflichtenden Nährwertampel gestimmt. Das Votum gegen die Ampel zeigt einmal mehr: Statt Bürgernähe herrscht in Europa die Lobbymacht der Industrie. Die Lebensmittel-Lobby hat sich ihre Kampagne gegen die Ampel eine Milliarde Euro kosten lassen. Eine Milliarde, die unter anderem aufgewendet wurde, um das von der Industrie entwickelte Kennzeichnungs-Modell "Guideline Daily Amount" (GDA) einzuführen und zu bewerben. Diesem massiven Lobbydruck von Kellogg's, Nestlé und Co haben sich die Parlamentarier nicht widersetzt. Jetzt soll die verwirrende GDA-Kennzeichnung in ganz Europa Standard werden.
Dass die Ampelkennzeichnung als freiwillige und zusätzliche Darstellung möglich bleiben soll, ist für foodwatch kein Fortschritt. Das war bisher schon möglich und bringt den Verbrauchern gar nichts. Denn wer heute schon ohne Scham Zucker- und Fettbomben als Fitnessprodukte verkauft, wird diesen Schwindel sicherlich nicht freiwillig durch leuchtend rote Ampeln entlarven. Zwar muss der Ministerrat noch dem Beschluss zustimmen, doch es besteht kein Zweifel: Die Industrie hat bei der heutigen Abstimmung einen Etappensieg errungen.
Aber erinnern wir uns: In dem ursprünglichen Verordnungsentwurf der Europäischen Kommission kam die Lebensmittelampel gar nicht vor. Erst durch das Engagement von foodwatch und durch die tatkräftige Unterstützung aus dem Gesundheitssektor – vom europäischen Adipositas-Verband über die Vereinigung der europäischen Kinderärzte bis zum europäischen Spitzenverband der Krankenkassen – wurden die Politiker überhaupt gezwungen, sich mit der Ampel auseinander zu setzen.
Die öffentliche Debatte hat gezeigt, wie weit die Interessen der Industrie und der Verbraucher auseinander klaffen. Vorerst wird es also keine Ampelkennzeichnung geben. Doch wir sind uns sicher, dass die Politik auf lange Sicht nicht an einer verständlichen, farbigen Nährwertkennzeichnung vorbei kommen wird, wenn sie das Problem des Übergewichts wirksam bekämpfen will. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, und wir werden weiter Unternehmen auf die Finger klopfen, die Fitness- und Gesundheitslügen verbreiten und die tatsächlichen Nährwerte ihrer Produkte verschleiern. Wie wichtig es ist, den Verbrauchern angesichts der Lobby-Übermacht der Industrie eine Stimme zu geben, das hat diese Abstimmung wieder einmal gezeigt.
Ihr foodwatch-Team
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PS: Für unsere Arbeit brauchen wir Sie! Die Lebensmittelindustrie kann eine Milliarde Euro investieren in eine Kampagne gegen die Ampel. Um hier gegenhalten zu können, brauchen wir Ihre Hilfe: Unterstützen Sie uns und werden Sie Fördermitglied!
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foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.
Nun stellt sich die Frage, was tun?
Das schlaueste, was man machen kann, ist, sich seine Sachen in eigenem Garten zu ziehen bzw. beim Bioland- oder Demeterbauern einzukaufen. Aber auch dazu muss ich Ihnen leider eine Gesichte erzählen: Im Westen Tönnings, ca. 15 km weg, gibt es einen Bioland-Bauernhof, rechtschaffene Leute, ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass dort nicht geschummelt wird. Aber nochmal 3 km westlich ist ein riesiges Rapsfeld eines konventionellen Baurens. Und kurz vor der Ernte fährt dieser mit seinem Traktor bespannt mit den üblichen Flügeln 10 m in beide Richtungen und besprüht seinen Raps mit „Pflanzenschutzmitteln“, also Insektenvernichtungsmitteln. Und bei starkem Westwind rieche ich das in Tönning vor meinem Haus! Und was meinen Sie, was da mit dem Land des Bioland-Baurens, der genau dazwischenliegt, passiert? Und davor sind Sie selbst in Ihrem Hausgarten nicht gefeit. Nichtsdestotrotz ist es das Dümmste, seine Sachen bei Aldidlmann einzukaufen, denn dort wird die qualitativ minderwertige Massenproduktion fabrikmäßiger Landwirtschaft, zudem noch in Verein mit Preis- und Lohndrückerei provoziert.
Damit geht dann auch die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ins Leere, die fordert, 5 x täglich 250 g Obst und Gemüse zu essen.
Einerseits können Sie heutzutage gar nicht mehr so essen, wie Sie es machen müssten, um alle Vitamine, Mineralien und (Co-)Enzyme zu sich zu führen, die sie ohnehin benötigen, andererseits haben Sie aber auch einen Bedarf an diesen Stoffen, der über das Normalmass hinausgeht, um die Belastung mit Giftstoffen auszugleichen. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz.
Was genau Sie brauchen, ist allerdings, und das ist jetzt mein Angebot an Sie, mit einer Vitalstoffanalyse feststellbar. Sie können wählen zwischen einem Kurzprogramm und einer ausführlichen Analyse. Beides sind auszufüllende Fragebogen, bei beiden brauchen Sie keine Blutabnahme fürchten und beide sind kostenlos!
Über das Internet können Sie beide Programme selbst benutzen. Hier der link zum Kurzprogramm: http://www.wikinger-aktivteam.vitamincheck.info/ und hier der link zum ausführlichen Programm: http://www.vitalanalyse.naturheilpraxisvater.de/ Sollten Sie kecinen Zugang zum Internet haben, ist das kein Problem. Für das Langprogramm können Sie den Fragebogen auch von mir haben. In wenigen Stunden bis Tagen liegen mir die Ergebnisse vor und wir können dann darüber sprechen. Und das schönste ist, beide Programme sind kostenfrei!
Natürlich, liebe KollegInnen, stelle ich Ihnen anheim, dass Sie beide Systeme ebenso kostenlos für Ihre PatientInnen nutzen können. Und Sie können damit sogar noch Geld verdienen, ganz seriös und legal. Falls Sie daran Interesse haben, können Sie sich das hier http://wikinger-aktivteam.blogspot.com/ ansehen. Für ein Gespräch darüber bin ich natürlich auch immer offen!
Mit dem frischen Wind der Nordsee Gesundheit erlangen mit traditioneller Naturheilkunde.
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